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Jonathan Rea nach dem rein britischen Kampf um die Vormachtstellung in der WorldSBK in Rennen 1 siegreich

Friday, 25 October 2019 17:46 GMT

Der Sieg vom Mann aus Ulster brachte ihm einen 15. Saisonsieg und Kawasaki eine fünfte Hersteller-Meisterschaft in Folge, aber er musste dafür arbeiten ...

Die MOTUL FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2019 startete die Rennaction bei der Motul Qatar-Round. Freitagnacht begann das erste von drei Rennen. Nachdem der erste und der zweite Platz im Titelrennen bereits geklärt sind, richtet sich die Aufmerksamkeit und alle Augen auf den Kampf um den dritten Platz. Die drei Protagonisten waren in den Top Ten verteilt. Jonathan Rea (Kawasaki Racing Team WorldSBK) gewann auf überzeugende Weise und brachte Kawasaki die Herstellermeisterschaft.

Noch vor dem Start des Rennens stürzte Jordi Torres (Team Pedercini Racing) am Ende von Kurve 1 in der Aufwärmrunde. Für den Spanier ging es glücklicherweise gut aus. Sein Rennen wurde jedoch vor dem Start schon beendet, da er sich nach Abschluss seiner Aufwärmrunde in die Box zurückzog.

Jonathan Rea, der sich von der Pole-Position gleich vorne absetzte, setzte sich in Kurve 1 gegen den schnell startenden Tom Sykes (BMW Motorrad WorldSBK Team) durch. Alex Lowes (Pata Yamaha WorldSBK Team) und Sandro Cortese (GRT Yamaha WorldSBK) lagen jedoch vor dem BMW Fahrer und die ersten vier Plätze blieben wie sie waren. Weitere Fahrer die gut vom Start weg kamen waren Chaz Davies (ARUBA.IT Racing - Ducati) vom 12. auf den 6. Platz und Toprak Razgatlioglu (Turkish Puccetti Racing) vom 10. auf den 7. Platz.

Zu Beginn der zweiten Runde kam für Sykes das Drama, als er Leon Haslam (Kawasaki Racing Team WorldSBK) in Kurve 1 an das Hinterrad fuhr. Chaz Davies hatte jetzt die Zeit gutgemacht und war bis zum vierten Rang vorgerückt, während Haslam dank seiner Kollision mit Sykes wieder in die Hände von Alvaro Bautista (ARUBA.IT Racing - Ducati) gerutscht war, da beide auf dem siebten und achten Rang lagen. Am Ende der zweiten Runde war Bautista Siebter und Haslam Achter.

Cortese erwischte es in Runde 6, als der deutsche Fahrer in Kurve 7 auf dem vierten Platz liegend stürzte, nachdem er gerade von Davies überholt worden war. Dies beförderte Michael van der Mark (Pata Yamaha WorldSBK Team) auf den sechsten Platz, bevor der Niederländer vor Razgatlioglu auf den fünften Platz nach vorne fuhr. Der Kampf um den dritten Platz sah jedoch so aus, als würde er an Alex Lowes gehen, der Zweiter wurde, während sein Teamkollege van der Mark und der Pata Yamaha-2020 Nachfolger Razgatliolgu Fünfter und Sechster wurden. Für Leandro Mercado (Orelac Racing VerdNatura), der auf der Zielgeraden ein technisches Problem hatte, gab es mehr Verzweiflung.

In der zweiten Hälfte des Rennens war die Lücke an der Spitze immer noch dieselbe, und Lowes hatte noch keine Chance. Die duellierenden Briten an der Spitze fuhren in ihrem eigenen Tempo, während Lowes die Zeit bekam, um seinen Rivale zu beobachten. Chaz Davies fuhr immer noch auf einem soliden dritten Platz, obwohl er die Lücke zu den Führenden schrittweise schloss.

Acht Runden vor Schluss belegte Haslam in Kurve 1 den sechsten Platz vor Razgatlioglu. Die 'Pocket Rocket' hatte nun van der Mark vor sich im Visier, während Razgatlioglu auch die Augen offen halten musste, als ihm Loris Baz (Ten Kate Racing - Yamaha) kurz vor einem wiederbelebten Markus Reiterberger ( BMW Motorrad WorldSBK Team) folgte.

Sechs Runden vor dem Ziel hatte Toprak Razgatlioglu alles falsch gemacht, als er in Kurve 6 fuhr und sein Motorrad auf aggressive Weise seitwärts rutschte. Der türkische Fahrer musste in den Schotter und hielt das Motorrad irgendwie aufrecht, rutschte jedoch vom siebten auf den dreizehnten Platz ab, was die Chancen des 23-Jährigen auf den dritten Gesamtrang in der Meisterschaft ernsthaft beeinträchtigte. Im Kampf um den fünften Platz lag Leon Haslam nun vor van der Mark und überholte den Niederländer in Kurve 1 bei fünf verbleibenden Runden.

Noch fünf Runden und Davies überholte Lowes in der letzten Kurve, parkte seine Ducati innen und begann nun, vorne Jonathan Rea zu jagen, wobei er den Abstand sofort auf unter eine Sekunde verringerte. Davies war im mittleren Sektor besonders schnell. Alvaro Bautista fuhr dagegen die ganze Zeit ein einsames Rennen auf dem vierten Platz.

Trotz, dass er die Lücke zu Rea etwas schliessen konnte, konnte Davies die metronomische Konstanz des Nordiren nicht übertreffen. Rea feierte 2019 einen weiteren Sieg, seinen vierten in Losail und brachte damit Kawasaki die Herstellermeisterschaft. Davies kam in einem beeindruckenden Comeback vom 12. auf den zweiten Platz, während Alex Lowes den dritten Platz nach Hause fuhr. Alvaro Bautista wurde Vierter in einem für den Spanier ruhigen Rennen hinter dem rein britischen Podium, während Leon Haslam im Kampf um den fünften Platz den Sieg davontrug und Michael van der Mark auf der Ziellinie besiegte.

Loris Baz holte einen starken siebten Platz, während es für Markus Reiterberger ein toller achter Platz war, mit seinen ersten Top Ten seit dem Tissot Superpole Race in Imola. Der neunte Platz ging an den Iren Eugene Laverty (Team Goeleven), der einen starken Sprung in die Top Ten machte, während Leon Camier (Moriwaki Althea Honda Team) dafür sorgte, dass alle Hersteller in den Top Ten vertreten waren. Toprak Razgatlioglu kam auf dem 11. Platz ins ziel.

Top Sechs nach dem ersten Rennen, vollständige Ergebnisse hier!

1.) Jonathan Rea (Kawasaki Racing Team WorldSBK)

2.) Chaz Davies (ARUBA.IT Racing - Ducati)

3.) Alex Lowes (Pata Yamaha WorldSBK Team)

4.) Álvaro Bautista (ARUBA.IT Racing - Ducati)

5.) Leon Haslam (Kawasaki Racing Team WorldSBK)

6.) Michael van der Mark (Pata Yamaha WorldSBK Team)

 

Sehen Sie sich die letzten beiden Rennen der WorldSBK-Saison 2019 und das titelentscheidende WorldSSP-Duell mit dem WorldSBK VideoPass an!