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Wie funktioniert eine Yamaha in der WorldSBK?

Tuesday, 18 April 2017 09:28

Die Elektronik einer YZF-R1 verstehen lernen, mit Paul Denning.

Das Pata Yamaha Official WorldSBK Team hatte mit Alex Lowes und Michael van der Mark einen sehr guten Start in die diesjährige MOTUL FIM Superbike Weltmeisterschaft. Nach nur drei Veranstaltungen geht das Team rund um die Beiden mit einem fünften und sechsten Platz in der Weltmeisterschaft demnächst in die vierte Saisonstation.

Teammanager Paul Denning, erzählt uns ein wenig über die Elektronik, die man an der YZF-R1, sowohl am Straßenmotorrad, als auch als Rennmaschine, finden kann.

Was ist der hauptsächliche Unterschied zwischen einer WorldSBK Maschine und einer Straßenmaschine?

“Das WorldSBK Bike hat ein viel größeres Fassungsvermögen beim Tank und ein leistungsstärkeres Motorsteuergerät, als das Straßenbike. Auch die Ansprüche hinsichtlich der Funktionalität und der Preisobergrenze sind hier ganz anders. Die Elektronik in der WorldSBK ist nicht unerheblich, trotz der Preisbremse. Teams dürfen ein Maximum von 8.000 Euro in die Elektronik investieren, darunter die ECU und die Sensoren, die die Schräglagen und so weiter messen, auch weitere Control-Elemente gehörten da dazu, wie das Dashboard. Die Elektronik ist heute vermutlich weiter, als sie noch vor fünf Jahren am Yamaha MotoGP-Motorrad war."

„Manchmal wird über die verfügbaren Gerätestrategien sehr negativ gesprochen,“ erklärt Denning. „Aber nun sehen wir genau diese Strategien auch bei den Straßen-Fahrern. Die Auswahl an Settings macht das Fahren mit dem Bike viel angenehmer und sicherer zum Fahren.“

Doch wie funktioniert die Elektronik an Lowes und van der Marks Maschinen?

Denning spricht mit WorldSBK.com über die verschiedenen Knöpfe und Einstellungen, mit denen die Fahrer über ein Rennwochenende klarkommen müssen.

“Es ist eigentlich ganz einfach, der Fahrer berührt während dem Rennen nicht die rechte Seite, diese beherbergt die Zündung und den Pit-Limiter. Auf der linken Seite kann man die Einstellung von trocken auf nass ändern, so hat man im Nassen weniger Power, dafür mehr Traktionskontrolle, als auf dem Trockenen. Halten sie diesen Knopf für ein paar Sekunden gedrückt, wenn sie in die Box fahren um die Reifen zu tauschen, läuft das Setup dann auf „nass“. Drücken sie nur kurz diesen Knopf, können sie Einstellungen an Traktionskontrolle, Fahrkontrolle oder Motorbremse bedienen.“

Zum Schluss erklärt Denning, wie die Elektronik an einer fertigen Straßen R1 funktioniert:

„An der R1 steht jede Control, die wir am Motorrad haben – darunter auch die Anti-Wheelie-Control – auch dem Straßenfahrer zur Verfügung. Für den Preis von 18.000 Euro bekommt man also ein Motorrad mit der gleichen Technik, wie wir sie nutzen."