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Rea: "Es gab keine Chance, die Ducati hier zu überholen"

Sunday, 25 February 2018 08:08 GMT

Es war ein unglaublicher Kampf bis ins Ziel – der amtierende Weltmeister unterlag Marco Melandri knapp

Es ist das erste Mal, dass Jonathan Rea nicht die Meisterschaft in der WorldSBK anführt, seitdem er für das Kawasaki Racing Team antritt. Er gewann 2015 das erste Rennen mit der Kawasaki und holte danach drei Titel in Folge. Doch 2018 erlebte er einen anderen Start in die Saison. In Lauf 1 kämpfte er mit der Haftung und verlor in Lauf 2 knapp das Duell gegen Marco Melandri (Aruba.it Racing – Ducati). Der Nordire ist dennoch zufrieden. Seit Mittwoch kämpfte er mit einer Erkältung.

"Ich bin richtig zufrieden, vor allem weil ich mich in dieser Woche nicht wohl fühlte", lacht der Titelverteidiger. "Ich bin seit Mittwoch krank. Platz zwei ist nach dem Rennen gestern richtig gut. Platz fünf gestern und Platz zwei heute sind Schadensbegrenzung."

Rea erklärt, die Höhen und Tiefen des außergewöhnlichen Flag-to-Flag-Rennens. Er war sich bewusst, was er zu tun hat.

"Auf Grund unserer Beschleunigung auf die Gerade musste ich versuchen, zu führen, wenn ich auf die Gerade biege", schildert der KRT Fahrer. "Es gab keine Chance, die Ducati hier zu überholen. Zu Beginn sah es so aus, als hätte jemand Eugenes Motorrad mit einem Qualifier bestückt. Das Tempo war unglaublich! Doch als ich den Rhythmus fand, war ich zufrieden. Ich fuhr immer in den Top 2."

Zur Halbzeit lief alles nach Plan, doch nach einer missglückten Ausfahrt aus der Boxengasse begann für Rea, Michael van der Mark (Pata Yamaha Official WorldSBK Team) und Xavi Fores (Barni Racing Team) die zweite Rennhälfte, die noch schwieriger war.

"Ich glaube, ich rutschte ab bis auf Platz sechs oder sieben", meint Rea. "Ich versuchte, meinen Rhythmus zu finden und startete ein paar Manöver in Kurve 1. Ich ließ die Bremse los und stürzte mich in den Wind. Das war aufregend. Ich konnte in Kurve 1 und Kurve 2 gut mithalten." In den finalen Runden mischte der Weltmeister richtig mit. Er wollte Melandri und Fores entkommen.

Es sollte aber nicht sein. Bei der Zieldurchfahrt war es so eng, dass Melandris Team den Jubel kurz unterbrach, bis bestätigt wurde, dass der Italiener gewonnen hat. In Thailand möchte Rea auf einer Strecke, die sich von der auf Phillip Island unterscheidet, wieder zurück zu alter Stärke finden. Er gewann fünf der bisherigen sechs Rennen dort.

"Ich freue mich auf Thailand und möchte mich steigern, wieder gesund werden und mein Gefühl für das Motorrad zurückfinden. Abgesehen davon, dass ich krank war, fühlte ich mich auf dem Motorrad nicht wohl und hatte kein gutes Gefühl. Das Motorrad sprach nicht zu mir an diesem Wochenende. Es gab nicht dieses Liebesverhältnis wie sonst. Hoffentlich können wir dieses Wochenende abhaken, davon lernen und weitermachen."

Vom 23. bis zum 25. März wird in Buriram gefahren.

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