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Das Premiere-Jahr der WorldSSP300: Was wird 2017 bringen?

Monday, 20 March 2017 11:00

Die neue Meisterschaft im Rahmen der MOTUL FIM Superbike Weltmeisterschaft startet im MotorLand Aragón.

Für das Fahrerlager der WorldSBK steht im MotorLand Aragón der Europa-Auftakt an – und dort wird dann auch die Premiere der neuen FIM Supersport 300 Weltmeisterschaft gefeiert. Die neue Klasse wird das Sprungbrett für viele Fahrer auf WM-Level sein, um den Weg im Superbike-Fahrerlager nach oben zu schaffen.

Die Saison umfasst dabei neun Strecken in Europa und es steht zu erwarten, dass sich die Fans auf einige Foto-Finishes freuen dürfen. Einige der besten Rennstrecken der Welt und bestens vorbereitetes Material garantieren puren Rennsport. Nach dem Auftakt in Aragón geht es in den Niederlanden weiter, im April wird in Assen gefahren. Es folgt die Wiege des Serienrennsportes im Donington Park. Am Ende steigt dann das Finale der 300er-Klasse auf dem Jerez Circuit in Spanien.

Gefahren wird in der neuen Klassen ebenso mit Einheitsreifen und das Reglement insgesamt wurde darauf ausgelegt, dass die Rennen eng und spannend werden. Neben den vielen neuen Fahrern, bei denen man momentan sicher noch keine Vorhersagen treffen kann, sorgen auch die vielen unterschiedlichen Bikes für Spannung. Insgesamt werden 22 Yamahas zum Einsatz kommen, 10 Kawasakis und 3 Hondas.

Das Mindestalter der WorldSSP300-Klasse liegt bei 15 Jahren, damit wird es für einige Fahrer das erste Mal, dass sie in einem Weltmeisterschafts-Lauf an den Start gehen, das sorgt für Druck und Spannung. Gerade in den ersten Läufen des Jahres wird es für viele darum gehen, eine Standortbestimmung durchzuführen.

Insgesamt 35 Fahrer sind fest in die Meisterschaft eingeschrieben, drei Hersteller sind dabei, es werden neun Rennen gefahren und 2017 sollte man sicherlich diese fünf Fahrer im Auge behalten:

Ana Carrasco: Die 19-jährige Spanierin hat in den letzten Jahren einiges erreicht, fuhr in der Moto3™ Weltmeisterschaft und holte dabei auf Phillip Island einen zehnten Rang als bestes Ergebnis. Sie ist im neuen WorldSSP300 Feld eine, die man zu den Stärksten zählen möchte. Carrasco wird Kawasaki fahren und ist damit eine von 10 Piloten der Marke, die den Superbike-Weltmeister stellen. Letztes Jahr war sie in der spanischen Moto2-Meisterschaft unterwegs und daher muss sie sich nun auf die kleineren Maschinen zurückgewöhnen.

Alfonso Coppola: Der Italiener kommt aus dem European Junior Cup und der Italienischen Supersport 300 Meisterschaft und hat nach einer starken Saison 2016 natürlich einige Erfahrung gesammelt. Der 19-Jährige stand in den letzten drei EJC-Rennen 2016 zwei Mal auf dem Podest, in Italien sammelte er drei Podeste. Er fährt eine Yamaha, von der die meisten denken, dass sie das Motorrad sein wird, welches es zu schlagen gilt. Coppola kann auf einige Erfahrung zurückblicken und dürfte daher zu den Favoriten dieser Meisterschaft gezählt werden.

Scott Deroue: Der Niederländer verlor 2012 die Red Bull Rookies Cup Krone nur knapp an Florian Alt, 20174 debütierte er dann in der Moto3™ Weltmeisterschaft und fuhr für das RW Racing Team. Es sollte eine anstrengende Saison werden, bei der er als 17. in Argentinien sein bestes Ergebnis holte. Viele Stürze sorgten derweil für einen Vertrauensverlust bei ihm. Im Red Bull Rookies Cup aber hat er zwei Rennen gewonnen und gezeigt, dass er es kann. Er wechselte in die British Motostar Championship, wo er 12 Siege und 20 Podeste und seinen ersten Nationalen Titel holte. Letztes Jahr stieg Deroue in die STK600 um und erlebte auch dort eine starte Saison. Ende des Jahres fuhr er auf einer Triumph die letzten vier Rennen der Supersport-Meisterschaft und holte dabei drei Top-Ten-Ergebnisse.

Paulo Grassia: Der Italiener war zwei Mal Vizemeister im European Junior Cup, 2016 gab es zwei Rennsiege dort und einen Sieg in der italienischen Supersport 300 Meisterschaft. Er kennt die Kawasaki und das Motorrad, darum zählt er 2017 zu den Geheimfavoriten. Er kennt alle Strecken und er war bereits ein Jahr mit der 300er unterwegs, das sollte ihm einen gewissen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen.

Mika Perez: Der letzte European Junior Cup Champion hat sich Jahr für Jahr durch diese Klasse gekämpft. 2016 holte er sich vor allem über seine Konstanz den Titel – er fuhr sechs Mal auf das Podest und immer dann in die Top-Vier, wenn es notwendig war. Das war ganz anders, als noch 2015, als er nur zwei Rennen beenden konnte. Der 17-Jährige ist derweil der jüngste Teilnehmer des Feldes.

Am 31. März steigen die ersten freien Trainings zur WorldSSP300 Klasse im MotorLand Aragón.